Die Landwirtschaftsschule

Zeittafel zur Landwirtschaftschule

  • 1869

    Gründung als "Theoretische Ackerbauschule". Bis 1899 bestand noch eine "Ackerbauabteilung", die die Schüler besuchten, die in einem Jahr ihre Landwirtschafts- und Allgemeinbildungskenntnisse vertiefen wollten. (Vgl mit einer heutigen "Berufsschule"). Zusätzlich gab es noch eine "Vorschule" für volksschulpflichtige Schüler und die 1863 gegründete "Rektoratsschule", die die Schüler auf den Besuch eines Gymnasiums vorbereitete.

  • 1878

    Angliederung der Rektoratsschule, die zuvor mit der Vorschule verschmolz.

  • 1887

    Berechtigung zur Ausstellung des Zeugnisses für den „einjährig freiwilligen Militärdienst“ ("Sekundarreife", "Mittlere Reife")
    (Anmerkung: Streng genommen kann man erst hier von der Geburtsstunde der Realschule sprechen.)

  • 1927

    Umwandlung in eine "Höhere Landwirtschaftsschule". Dadurch wurden nun vier statt drei Jahre unterrichtet. Die Absolventen erlangten nun die "Primarreife", statt vorher der "Obersekundarreife".

  • 1939

    Umwandlung in eine "Oberschule in Entstehung"

  • 1943

    Schließung der Schule durch die Nationalsozialisten. Schüler kommen zeitweise in ein Umerziehungslager und müssen dann andere Schulen besuchen. Deportation von fünf mit der Schule verbundenen Pädagogen ins KZ Dachau: Dr. Kleinsorge, Dr, Brockhoff, Kaplan Bornefeld, Dr. Hürfeld, Präfekt Goebels. Dr. Kleinsorge und Präfekt Goebels sterben im KZ wegen der Lebensbedingungen und unterlassenen Krankenversorgung. (Vgl hierzu den oben angegebenen Aufsatz: "Die nationalsozialistischen Schläge...")

  • 1945

    Wiedereröffnung als private „Höhere Landwirtschaftsschule" ohne staatliche Anerkennung.

  • 1951

    Umwandlung in eine "Landwirtschaftliche Realschule"

  • 1966

    Realschule mit begleitendem landwirtschaftlichem Kursus

  • 1968/69

    Realschule für Jungen und Mädchen

  • 1969

    Feier zum 100-jährigen Bestehen der Schule

  • 1972

    Schulortswechsel von der Burg zur Tüllinghofer Straße.

    Hier endet die
    "Schulgeschichte der Burg Lüdinghausen". Sie währte 103 Jahre.

  • 1973

    Differenzierung des Unterrichts nach den Vorgaben für eine moderne Realschule

  • 1994

    125-jähriges Schuljubiläum (Erweiterung des Unterrichtsangebots durch „Neue Technologien“)

  • 2004

    Einweihung des Erweiterungsbaues

  • 2014

    Realschule wird auslaufend gestellt

  • 2019

    150. Jubiläum der Realschule

  • 2020

    Realschule und Hauptschule gehen in der Sekundarschule auf. Es ist nach 151 Jahren die nächste Station in der wechselvollen Schulgeschichte Lüdinghausens.

Quelle

Alfons Haase, 100 Jahre Lüdinghauser Lehranstalt. Ein Gang durch die Geschichte der Schule, Lüdinghausen 1969 als Manuskript vorliegend

Westfälische Nachrichten vom 28.09.2020

Bruno Groß, Die Entwicklung des landwirtschaftlichen Fachunterrichts in Lüdinghausen von 1869 bis 1914, Lüdinghausen 1974 als Manuskript vorliegend

Freunde der Burg Lüdinghausen e.V., Hans-Jürgen Witt - Vorsitzender 02591 5077416

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